Call for volunteers

Wir suchen freiwillige Nachwuchs-FilmkuratorInnen! Mache mit uns ein Kurzfilm-Programm für das Emder Filmfest! Bewirb Dich jetzt für Kino für alle! 2017. (Hier gehts direkt zum Bewerbungs-Formular.)

  • Du schaust gerne Filme und diskutierst mit deinen Freunden darüber?
  • Du möchtest Deinen Filmgeschmack im Gespräch mit anderen bilden?
  • Du möchtest Deinen Vorstellung von guten Kurzfilmen ins Emder Filmfest einbringen?
  • Du möchtest während des Filmfestes ins Gespräch mit den FilmemacherInnen „Deiner“ Filme kommen und das Festival zusammen mit ihnen erleben?
  • Du willst mit anderen Film-Fans auf Festivals fahren, um dort neue Filme zu finden?

Dann bist Du genau richtig für eine Teilnahme bei Kino für alle! 2017. Wir suchen 5 junge Menschen zwischen 18-26 Jahren, die Lust haben, uns bei der Erschaffung eines Kurzfilmprogramms für das Internationale Filmfest Emden-Norderney zu helfen. Wir wollen in diesem Jahr wieder ein Programm nach dem Motto „vom Publikum, für das Publikum“ machen und suchen daher Deine Anregungen und Deine Mitarbeit als Nachwuchs-Film-KuratorIn.

Wir sind 9 junge, filminteressierte Mitglieder des Apollovereins, eines Soziokultur-Vereins in Emden, der seit der legendären Besetzung des Apollo-Kino im Frühjahr 2010 gemeinschaftliche Kulturveranstaltungen in Emden organisiert. Seit mehreren Jahren stellen wir jedes Jahr für das Internationale Filmfest Emden-Norderney ein frisches, spannendes Kurzfilmprogramm zusammen und organisieren gemeinsam unter dem Motto „Filmfest meets Einstein“ einen ganz besonderen Festival-Abend im Café Einstein. (Einen Rückblick über Kino für alle! 2016 findet du unter kino-fuer-alle.de)

Wir freuen uns auf Deine Ideen!

Lea, Christina, Christoph, Bernd, Hanna, Hajo, Jannis, Martin und Stefan

Unsere Aktionen:

Exkursionen: Wir fahren gemeinsam auf Festivals und suchen dort neue Kurzfilme.

Sichtungsgruppe: Wir sichten über 500 Kurzfilme aus den Einreichungen für das Emder Filmfest.

Abschlusssichtung: Wir erstellen in einer kleinen Konferenz aus der Vorauswahl ein ca. 90 minütiges Kurzfilm-Programm.

Öffentlichkeitsarbeit: Wir gestalten Flyer, Plakate für die Werbung und verteilen sie.

Technik und Aufbau: Wir bauen technisch und dekorativ den Nebenraum des Café Einstein zum Kino um – mit Projektion, Vorhang, Popcorn-Maschine, Beamer und Gong.

Moderation: Wir moderieren durch den Abend und leiten die Filmgespräche mit den eingeladenen RegisseurInnen.

Gästebetreuung: Wir zeigen unseren Gästen die Stadt und besuchen mit ihnen das Festival.

Beratung: Wir bilden uns gemeinsam weiter durch den Austausch mit professionellen KuratorInnen.

Interessieren Dich einige dieser Aktionen? Dann bewirb dich jetzt unter Angabe deiner Interessen als TeilnehmerIn an Kino für alle! Wir freuen uns über jede Bewerbung! Bei Fragen, sprich uns an: Per E-Mail an lea@apolloverein, über unsere Facebookseite „Apolloverein“ oder an unseren regelmäßigen Treffen immer am 2. Sonntag im Monat um 17:00 Uhr im Café Einstein. Das Bewerbungsformular findest du hier.

Heute ist Kurzfilmtag!

Die AG Film des Apollovereins lädt ein:
Künstlerische Kurzfilme zum Thema Migration + von RegisseurInnen mit Migrationshintergrund
Café Einstein, 21.12.2016, 20:00 Uhr

Am 21.12. ist der kürzeste Tag des Jahres. Die Bundes-AG Kurzfilm hat dieses Datum daher zum „Kurzfilmtag“ erklärt und regt Kinos und Filminitiativen in ganz Deutschland an, an diesem Tag an außergewöhnlichen Orten Kurz-Filme zu zeigen. Die Arbeitsgruppe Film des Apllovereins hat im vergangenen Jahr zusammen mit dem Fonds-Soziokultur und der Ostfriesischen Landschaft ein Jugend-Film-Bildungsprojekt veranstaltet (www.kino-fuer-alle.de) und möchte das erfolgreiche Filmjahr 2016 jetzt mit einer Teilnahme am Kurzfilmtag abschließen. Dafür zeigen wir am 21.12. um 20:00 Uhr im Café Einstein ein Kurzfilmprogramm zum Thema Migration, dass wir aus dem Archiv der Kurzfilmtage Oberhausen zusammengestellt haben.

In diesem Programm mit ausgezeichneten künstlerisch-anspruchsvollen Kurzfilmen finden sich verschiedene Formen: Dokumentarfilm, Spielfilm, Experimentalfilm und Musikvideo. Inhaltlich werfen die Filme einen neuen Blick auf die Lebensverhältnisse von Menschen mit Migrantionshintergrund in Deutschland heute. Die Stadt Istanbul – zur Zeit Bedeutungsträger für Migrationsherkunft, Urlaubsziel oder Erdogan oder Terroranschläge – kommt genauso ins Bild wie der gute deutsche Schrebergarten als Abbziehbild für das Konzept der Interkulturalität. Auch von den Überbleibseln einer Kindheit und Flucht aus Kabul, dem Einfluss von Syrien-Kämpfern auf Verwandte in Deutschland und der deutschen Ängste und Phantasien im Bezug auf Migration, Flucht und Wirtschaft handeln die Filme dieses Programms.
Alle Arbeiten wurden in Deutschland produziert und stammen überwiegend aus der Regie von FilmemacherInnen, die selbst oder deren Eltern vor einiger Zeit nach Deutschland eingewandert sind. Die migrationsgesellschaftliche Realität Deutschlands haben damit alle Filme direkt oder indirekt zum Thema.

Das Filmprogramm dauert ca. 70 min. und wird in einem zum Projektionsraum umgebauten Nebenraum des Cafe-Einstein gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Die Filme

1.
Glück
R.: Irfan Akçadag, Germany 2011, 6 min, colour, Turkish with English subs
Den Auftakt macht eine kurze Dokumentation von Irfan Akçadag über seinen Vater. Akçadag liefert eine schöne Beobachtung vom „Glück“ seines Vaters beim Versuch, ein Foto von sich und seiner Tochter an ihrem Arbeitsplatz zu machen. Irfan Akçadag ist Absolvent der Ruhrkademie und gewann mit seinem Film 2011 den Dokumentarfilmpreis Ruhr des Blicke Festivals in Bochum.
„Glück – ein ganzes, entbehrungsreiches und erfülltes Leben, erzählt in wenigen, prägnanten Sätzen und Bildern, und eine winterliche Liebeserklärung des Sohnes an den Vater, einen Imbissbesitzer aus Dortmund, dem gegenseitige Achtung und Hilfsbereitschaft unter den Menschen sowie das Fortkommen seiner Kinder das höchste Gut sind.“ (Jury-Begründung Blicke Festival)

2.
Cosmorama
R.: Eren Aksu, Germany/Turkey 2015, 8 min, colour, Turkish with English subs
A young couple goes on a day trip to an island next to Istanbul. They find themselves captivated by the never ending cityscape and sink into a contemplation on urban decay. Living in a concrete jungle is their future. Director Eren Aksu, was Born in Istanbul in 1987. He studied film at Istanbul Bilgi University. He currently lives in Berlin and continues his education at Berlin (UDK).

3.
Ali sein Garten
R.: Undine Siepker, Germany 2010, 14 min, colour, German with English subs
„Die Deutschen hegen und pflegen und mühen sich ab, und die Türken schmeißen einfach was hin und das wächst wie Sau!” Vorurteile gibt es überall – und warum sollten sie ausgerechnet Halt machen vor dem „Super-Klischee vom Schrebergarten“? Koreanische, türkische und ostpreußische Migranten sind nach 30 Jahren Glückssuche im Ruhrgebiet in der deutschen Klischee-Idylle angekommen. Zwischen türkischen Riesenbohnen, koreanischen Trommeln, Rasenmähern, Kopftüchern, Gartenzwergen und Schweinswürsten setzt sich unabhängig von allen Nationalitäten am Ende immer das Prinzip Schrebergarten durch: Da schaut man sich gegenseitig was ab und freut sich über den Ertrag. Eine kulturelle Vermischung der Gesellschaft auf 50 qm Grünfläche. Undine Siepker, geboren 1979 in Dresden, studierte von 2008 bis 2012 an der Kunsthochschule für Medien Köln.

4.
Three Notes
R.: Jeannette Gaussi, Germany 2006, 4 min, colour, no dialogue
In ihrem Kurzfilm trägt Gaussi, in Afghanistan geboren, Erinnerungsstücke aus diesem früheren Leben, also aus einer fast vergessenen Kindheit zusammen und inszeniert sie neu. „Twenty Pictures are left as the only evidence of my early childhood’s home – the evidence of an almost forgotten home. When I look at these images I have the feeling that they are not part of my life, as if they belong to someone else. In staged cinematographic rituals I am trying to close this gap, finding myself in these pictures, to re-appropriate those memories. Memories of Kabul, Afghanistan, a certain time and a certain place.“ Three Notes won the first prize at the 54th International Short Film Festival in Oberhausen, Germany. It was also listed as one of the Best 100 German Short films and was nominated for the national Best German Short film Award. Jeanno Gaussi, born in Kabul, is a Berlin based mixed media artist. She was one of the participating artists at dOCUMENTA (13) in Kassel and Kabul. Gaussi started her art career as a video and film artist and her short films were internationally shown in several festivals.

5.
Wada’
R.: Khaled Mzher, Germany 2015, 29 min, colour, Arabic + German with English subs
Ein naher Verwandter verschwindet in der syrischen Kriegsregion. Ibrahim, Instrumentenbauer und Familienvater, kämpft mit dem zermürbenden Verantwortungsgefühl seiner Familie gegenüber. Der Krieg ist Tausende Kilometer entfernt. Und dennoch zerstört er alles.
Wada’ won the Short Film Corner Award at the San Sebastián International Film Festival 2015. Khaled Jamal Mzher, born in 1984, graduated from the Institute of Dramatic Arts in Damascus, Syria in 2007. He moved to Poland to study at the Polish National Film School in Łódź. Since 2012, he studies directing at the German Film and Television Academy Berlin (dffb).

6.
If I Were a Sneaker (Die Goldenen Zitronen)
R.: Ted Gaier/Schorsch Kamerun/Timo Schierhorn/Katharina Duve, Germany 2015, 6 min, colour, English
Während der Text die europäische Abschottungspolitik gegenüber Immigranten der freien Zirkulation der Waren gegenüberstellt, zeigen die Bilder eine Welt der Erfolgreichen, in der alle Schlüsselpositionen von (vermeintlichen) Immigranten besetzt sind. Das Musikvideo der Goldenen Zitronen erhielt eine lobende Erwähnung im MuVi-Wettbewerb der Kurzfilmtage Oberhausen.

Kino für alle! 2016: Rückblick

Im ersten Halbjahr 2016 haben wir das Film-Selbstbildungs-Projekt „Kino für alle!“ durchgeführt. Mit dem Ziel mehr Menschen in der Stadt zur kulturellen Selbsttätigkeit im Bereich Film anzuregen, diese Aktiven weiterzubilden und ihnen gesellschaftlich-politische und professionelle Reflexionsmöglichkeiten zu bieten wurden fünf Veranstaltungen in der Stadt durchgeführt.dsc_2806 Kooperiert wurde dabei mit dem Internationalen Filmfest Emden-Norderney, dem Jugendzentrum Alte Post, dem Studiengang Medientechnik der Hochschule Emden-Leer und dem Medienzentrum der Stadt Emden. Grundgedanke der Aktivitäten war es, die Menschen, die ehrenamtlich, selbsttätig, freiwillig und hobby-motiviert im Bereich Film aktiv sind, zu stärken.

Das Projekt begann mit einer Exkursion zum Internationalen Filmfestival Rotterdam vom 28.-31. Januar, in der drei junge Menschen aus unserer Stadt als Film-Journalisten teilnehmen durften. Daraufhin fand am 16. April ein Film- und Videoworkshop mit sieben TeilnehmerInnen statt, in dem Laien ihren Tatendrang und ihr Interesse mit dem Wissen und der technischen Fähigkeit von Medientechnik- und MedienkunststudentInnen austauschen konnten. IMG19Im Rahmen eines VideoSlams, der am 31. Mai stattfand, konnten zwölf Teilnehmende ihre Amateur-, Hobby-, Schul- oder Studienfilme einem Publikum präsentieren. In den drei Monaten zuvor hatte eine regelmäßige wöchentliche Zusammenkunft einer Kurzfilm-Sichtungsgruppe stattgefunden, in der acht TeilnehmerInnen die Möglichkeit hatten, als echte FilmkuratorInnen ein Filmprogramm aus mehr als 500 Filmen zusammenzustellen und während des Emder Filmfestes am 3. Juni zu zeigen.

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Diese TeilnehmerInnen hatten am 2. Juni die Möglichkeit, an einer Beratung durch professionelle FilmkuratorInnen teilzunehmen. Dies fand im Rahmen des offenen Begegnungsortes „Stadtbildstelle“ statt. Vom 1.-7. Juni – parallel 001zum Emder Filmfest – haben sich dort verschiedene, zufällige BesucherInnen von der Straße in unterschiedlichen Formen am Filmemachen und am Über-Filme-Sprechen beteiligt, indem sie ProduzentIn, BesucherIn oder ProtagonistIn einer partizipative Medienkunstausstellung wurden oder sich zu den täglichen Zusammenkünften der TeilnehmerInnen der bisherigen Veranstaltungen als Mitdiskutierende, aktive ZuhörerInnen oder stille BeobachterInnen im eingebauten „Mittagstisch-Club“ einfanden.

VideoSlam – Filme aus Emden gesucht!

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Das Plakat zum Download.

NOCH BIS ZUM 27.5. EINREICHEN!

Die Alte Post Emden und der Apolloverein laden ein zum 1. Emder Video Slam. Diesen Abend wollen wir nutzen, um die Filme aus unserer Stadt zu feiern. Am Dienstag, den 31.05.2016 ab 18 Uhr bekommen alle Hobby- und AmateurfilmerInnen aus der Region die Gelegenheit, ihre Arbeiten dem Emder Publikum in einer festlichen Kinoatmosphäre in der Alte Post zu zeigen.

Teilnehmen kann ein jede/r, Alter, Herkunft, Geschlecht etc. spielen keine Rolle. Musikvideos, Familienvideos, Dokumentationen, Comedy, Animationen oder Let’s Plays, alles ist erlaubt. Inhaltlich gibt es keine Vorgabe. Und das Beste ist: die Jury seid ihr! Im Vordergrund steht jedoch der gemeinsame Spaß an der filmischen Vielfalt in unserer Stadt.

Wir suchen TeilnehmerInnen!
Schickt uns bis zum 27.05.2016 eure Filme und Videos formlos per Email an videoslam@kino-fuer-alle.de (Es versteht sich von selbst, dass rassistische, fremdenfeindliche oder sexistische Beiträge von uns abgelehnt werden). Die Filme sollten möglichst nicht länger als 10-15 Minuten sein, andere Formate sind aber in Absprache mit den Organisatoren möglich.

Wer seinen Film als DVD vorliegen hat und lieber Post schicken möchte, kann dies über folgende Anschrift tun: Bernd Frikke, Große Str. 35, 26721 Emden (bitte formlos mit Angabe von Kontaktdaten inkl. Email-Adresse).

Große Abschlusssichtung

Mehr Fotos von der Abschlusssichtung hier.

Am 11.4. fand die große Abschlusssichtung für das partizipative Kurzfilmprogramm „Neue Bilder, andere Welten“ statt. Die von der shortfilm assembly benannten Kommissionsmitglieder trafen sich, um alle Filme, die während der Sichtungen der letzten Monate in die nähere Auswahl gerückt waren, ein zweites Mal zu sehen und zu erörtern. In der Programmerstellung mussten dann alle Filme im vergleichenden Verfahren gegeneinander abgewogen werden. Gar nicht so einfach mit 12 Leuten! In der Diskussion wurde also wie in jedem Jahr der Versuch unternommen, individuelle, höchst subjektive Urteile in der Außereinandersetzung mit anderen zu objektivieren. Der gemeinsame Konsens, dem Publikum im Cafe Einstein nur das Interessanteste zu zeigen und ein in sich schlüssiges Gesamtprogramm zu erschaffen, dass über die ganzen 90 Minuten trägt, war am Ende die Grundlage für eine inhaltlich und formal stimmige Einigung. Das Ergebnis wird in Kürze bekannt gegeben. Das Programm wird dann am 3. Juni im Cafe Einstein im Rahmen des Internationalen Filmfestes Emden-Norderney zu sehen sein. Wir freuen uns auf einen aufregenden Kurzfilmabend!

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